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Bernhard Bayer

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KAHIBA

What the critics say:

Softwarepark Zeitung, Konzert Hagenberg 15.06.2011
„Wechselspiel von komponierter Schönheit und intensiver Freiheit ... eine höchst anregende Ohren- und Seelenmassage.“
Robert Stubenrauch


DOWNBEAT MAGAZINE, October 2010
"...Coupling their virtuosity with Kalnein's dramatic compositions, the band sounds both focused and fluid....Quality electronic ambiences aside, these performances are all smartly measured and extremely well played, integrating various European folk forms while showcasing the formidable skills of all three players...These three are definitely creative when they perform together as KAHIBA - let's hope to hear more from them as such." Mitch Myers

www.gladyspalmera.com/blogspot 10.06.2010
„Seguimos en Europa, ahora en su corazón, Austria, para descubrir a un trío que apuesta por el jazz bien contemporáneo. Se llaman KAHIBA, y mezclan jazz con música zydeco ... nuevo tango y ritmos brasileños. Un austríaco, un alemán y un suizo que consiguen melodías excelentes y momentos grandiosos de un jazz de hoy y con marcado sello europeo.“


NÖ Nachrichten KW 17/2010 Konzert Amstetten 23.4.2010
Hinreissende Musikperformance
Im Theater Amstetten konnte man am Freitag mit Heinrich von Kalnein einem der eindrucksvollsten Saxofonisten begegnen.
... ein groß aufspielendes Trio, ... eine einzigartige Mischung aus Jazz, Musica Brasileira, Zydeco, Eleltronik und „folklore imaginaire“.
Das Trio ... gab einen Einblick in die tiefschürfenden Klangwelten einer universellen Musikverschmelzung von pochender Mystik. Die drei Virtuosen unterschiedlichster Herkunft und Generation agierten schlichtweg in bewegender und bewegter Innigkeit. „Kahiba“ leistete meisterliche Klangarbeit. Große Zustimmung von einem intensiv lauschenden Publikum. Leopold Kogler


DOWNBEAT MAGAZINE, March 2010 (online) (Editor’s Pick)
BY FRANK ALKYER
Kahiba, Global Dialects (Intuition)
Kahiba is another in a growing line of exciting European trios playing today. On Global Dialects, the group delivers a mix of jazz meets tango meets electronica meets folk meets noir. Kahiba is led by saxophonist/ flutist Heinrich von Kalnein, a veteran of the Austrian music scene and an alumnus of the Vienna Art Orchestra, who has an amazingly rich tone on his instruments. He is joined by Swiss drummer Gregor Hilbe, another former member of VAO, who digs in with an incredibly creative drum/percussion/electronics work. Christian Bakanic, a rising star on the European scene for his accordion work, completes the trio. That saxophone/ drums/accordion combo is surprisingly good; throw in the electronica undertones and the group is surprisingly modern, too.


FRONTAL- Kultur 05/2010
Musik als globaler Dialekt
Ist es Jazz, Weltmusik oder Elektronik? Es ist ein hochprozentiger Mix aus allen Ingredienzen, den Saxofonist Heinrich von Kalnein, Akkordeonist und Pianist Christian Bakanic und Schlagzeuger und Perkussionist Gregor  Hilbe präsentieren. Gemeinsam gehen sie auf Klangexpedition und erforschen den idealen Sound einer musikalischen Weltsprache. „Global Dialects“ heisst das neue Album der drei grenzüberschreitenden Musiker, die sich als Ensemble Kahiba – ein Amalgam aus den drei Namen – nennen.
Die meisten Kompositionen stammen von Heinrich von Kalnein, der sich damit einmal mehr als vielseitiger Kreativer der europäischen Musikszene erweist. Der Saxofonist und Flötist tritt in einen spannenden Dialog mit Akkordeon und Schlagzeug. Das Ergebnis sind Sounds, die sich nicht kategorisieren lassen und genau deswegen so reizvoll sind. Höhepunkte sind die Hommage „Fellini“ und das suitenhafte Stück „Cushion“. Die Komposition „Prism“ ist programmatisch und deutet auf die Intention des Albums: Musik als Prospekt, als Entwurf einer Vision.
Erfreulich, dass auf dieser Produktion Kalnein wieder zur Flöte greift. Dieses Instrument ist im Jazz nach wie vor unterbewertet, und das ist schade. Das entspannende Stück „Lazy“ bietet Gelegenheit, den Flötenklang weit ausholend schwingen zu lassen. Das gilt auch für den Opener „ Horizonte“, der in seinen leuchtenden Farben tatsächlich akustischen Weitblick eröffnet. Eingespielt wurde die CD übrigens in den legendären Bauer-Studios in Ludwigsburg. Das tut dem Album gut, in das Klangambiente kann man sich ideal fallen lassen.
In diesen Wochen sind die Musiker live zu erleben. Die Konzerte versprechen eine ganz besondere Qualität, vor allem jenen, die mit offenen Ohren durch die Welt wandeln und für subtile Töne (noch) empfänglich sind... Heinz M.Fischer

OBERÖSTERREICHISCHE NACHRICHTEN 15.03.2010
Bunt und unterhaltsam
Jazz: Heinrich von Kalnein, Galerie Maerz Linz (12. März)
Heinrich von Kalnein, in Österreich beheimateter deutscher Saxophonist, lieferte in der gut besuchten Galerie Maerz mit dem burgenländischen Akkordeonisten und Keyboarder Christian Bakanic und dem Schweizer Drummer Gregor Hilbe ein viel beklatschtes Jazzkonzert.
Die meisten Stücke stammen von Kalnein, sind fein gebaut und klug arrangiert, weisen auch ein wenig über den Jazzkontext hinaus. Da klingt eine brasilianische Samba ebenso durch wie ein sentimentaler Tango, betören sanfte Balladen und beeindruckt ein kraftvoller Swing.
Von Kalnein verfügt über einen höchst eleganten Ton und ist bestimmender Richtungsgeber im gut ausbalancierten Trio. Bakanic besticht als umsichtiger E-Pianist und bringt über sein Akkordeon auch eine kräftige Prise Sentiment ins Spiel. Besonders beeindruckte der Schlagzeuger Gregor Hilbe mit seinem präzise treibenden Spiel. Er reiht sich in die große Tradition eidgenössischer Drummer von Pierre Favre bis Lucas Niggli ein. Bunt, vielfältig und äußerst unterhaltsam. Christoph Haunschmid


AUDIO, 02/2010
Musik ***1/2, Klang ****1/2 (Audio Klangtipp)
Dieses Trio kommt zwar aus dem deutschen Sprachraum: Saxophonist/Flötist Heinrich von Kalnein aus Süddeutschland, Akkordeonist/Pianist Christian Bakanic aus Österreich und Drummer Gregor Hilbe aus der Schweiz. Doch ihre Musik ist grenzenlos. Die Instrumenten-Kombinationen sind reizvoll, einige Stücke wie „Horizonte“ sehr stark. Doch ab und zu verliert sich der „globale Dialekt“ im Beliebigen. MI


FolkWorld issue #41
http://www.folkworld.eu/41/e/cds.html .
Kahiba is a dynamic trio including musicians with a folk, jazz and electronic music background. On this album they play nine compositions by the bands sax and flute played Heinrich von Kalnein. The saxophone is also one of the most prominent instruments on this album. Backed by smooth electronics, nice piano, subtle percussion and a (heavy sounding) accordion. For a folk magazine this album is a bit out of style. This will be filled under jazz with occasionally some roots influences. Well played, nice laid back atmosphere but I think to less folk to be interesting for all those folkies. But for those who don’t mind a good, solid jazz adventure, this might be very interesting for you.  Eelco Schilder


FONO FORUM, 12/2009 ****
„Kalnein, Hilbe, Bakanic – kurz: Kahiba. Der Bandname ist ein Akronym der drei Personennamen, doch Triogründer Heinrich von Kalnein hat recherchiert und herausgefunden: Das Wort „Kahiba“ existiert auch in realen Sprachen der Welt, im Sanskrit zum Beispiel, oder bei den Aborigines. In den jeweiligen Bedeutungen („ich werde sprechen“, „aktiv sein“) sieht er Gemeinsamkeiten und eine Übereinstimmung mit seiner Idee der „Global Dialects“.
Unterschiedliche musikalische Dialekte bilden schon den Erfahrungshintergrund der Triomitglieder. Der in Graz lebende deutsche Saxofonist von Kalnein tummelt sich zwischen indisch gefärbtem World Jazz und elektronisch gestützter Big-Band-Musik. Wie der schweizerische Drummer Gregor Hilbe, der in Sachen Live-Elektronik und Electro-Tango unterwegs ist, war er Mitglied im Vienna Art Orchestra. Akkordeonspieler Christian Bakanic kommt von schrägem Folk Jazz, liebt Balkanmusik, Tango Nuevo und entpuppt sich auch als respektabler Pianist.
Vieles davon kommt auf „Global Dialects“ zusammen. Ein Hauch Tangostimmung durchweht das Album, doch nie lässt sich dieses auf einen Stil festlegen. Von Kalnein, aus dessen Feder die meisten Stücke stammen, lauscht in die Regionen der Welt, erfindet eingängige, folkinspirierte Melodien – und bleibt doch Jazzimprovisator. Der Verzicht auf einen Bass gibt der Musik etwas Leichtes, Luftiges; die Einbeziehung von Loops und Samples schafft nicht nur zusätzliche Klangfarben, sondern ist Ausgangspunkt für kompositorische Ideen. Das Trio kommuniziert in zahlreichen „Dialekten“; Resultat ist eine originelle, anregende musikalische Sprache. Berthold Klostermann


www.nadann.de 16.12.2009
...Aber die wirklich vorzügliche Musik wird ja ohnehin zum größten Teil von den kleinsten der Branche produziert. Zum Beispiel KAHIBA. Das Trio aus Saxophon, Tasten und Perkussion (mit ein wenig Elektronik) nennt sein neues Werk ganz zu recht „Global Dialects“. Eher dem Jazz zuzuordnen, dafür aber sehr eingängiger Saxophon - Themen bei denen ich in meinen Assoziationen zwischen WAYNE SHORTER’s „Native Dancer“ und dem nicht mehr so jungen GATO BARBIERI hin und her springe.


www.xaver.de 18.11.2009
Das ist doch mal wieder etwas ganz anderes. Der Sound von Kahiba fällt durch vielerlei aus dem Rahmen – da wäre zum einen die interessante Genremixtur aus Jazz, brasilianischen Elementen, einem guten Schuss Zydeco (dem von Akkordeon und Waschbrett geprägten Sound aus Louisiana) und ordentlich Elektroinput.
Ein gewisser, schwer greifbarer Folkinput weht auch durch die Songs. Zum zweiten fällt die Instrumentierung bzw. Besetzung ins Auge bzw. ins Ohr: Saxophon und Flöten, Schlagzeug und Samples, Akkordeon, Fender Rhodes und Piano. Keine Gitarren, kein Gesang und vor allem – ganz bewusst und betont – kein Bass! Mastermind Heinrich von Kalnein ist laut eigener Aussage die Basslastigkeit unserer Zeit leid. Ob er das nun realistisch beurteilt oder nicht, sei mal dahingestellt, es geht auf jeden Fall prima ohne Bass. Das Trio agiert sehr virtuos und die ausschweifenden, teilweise über acht Minuten langen Songs geraten trotz des ein oder anderen Saxophonsolos nie zur dudeligen Fahrstuhlmusik, was wohl auch an den oben aufgeführten Ausnahmekriterien liegt, denn gerade die Integration der Elektronik bereichert den Soundkosmos dieser „Global Players“ doch enorm. Die bunten Farben des Covers und die moderne Gestaltung entsprechen dem Inhalt. Im nächsten Jahr dann wohl auch live zu bewundern.

DIE ZEIT, Hamburg Nr.46 vom 3.11.2009
„Das Spiel mit Spannungszuständen, mit Aufladung und Entladung, das im Kern der Improvisationskultur des Jazz steht – nirgends tritt es deutlicher zutage als im Trio, das längst zu einer der bevorzugten Konstellationen aktueller improvisierter Musik geworden ist. Das kleine Format funktioniert wie eine Lupe: es vergrößert die Wirkung jedes einzelnen Tones und ermöglicht es den beteiligten Musikern, mit Nuancierungen im Detail große Wirkung im Ganzen zu erzielen. Jeder Ton zählt, verschiebt Gewichte, geht auf Konfrontationskurs zu anderen oder schließt Allianzen, setzt Energie auf oder saugt sie auf....
Man hört: Ein Kratzgeräusch, wiederholt in einer Schleife, die sich zum Skelett eines Rhythmus verbindet. Dazu einige Harmonien auf dem Flügel, dann ein Tenorsaxofon, das sich langsam in den Vordergrund schleicht. Später grüßen Tango und Musette, Karibik und Südosteuropa, erklingt eine Liebes-Ode in strahlendem Dur, eine Kantilene in molliger Pentatonik: der Grazer Saxofonist Heinrich von Kalnein und sein Trio KAHIBA erkunden Global Dialects.
Von Kalnein und seine beiden Kumpanen, der auch in der Welt der elektronischen Tanzmusik weit gereiste Basler Perkussionist Gregor Hilbe und der Akkordeonspieler Christian Bakanic, sind mit Jazz und Pop und europäischer Klassik aufgewachsen, und sie versuchen nicht, ihre Herkunft zu überspielen. Eher geht es darum, den Sound zu finden, der die musikalische Idee an einem bestimmten Ort vor Anker gehen lässt. Der sie als polierte Invention im Konzertsaal ansiedelt oder als verräucherte Groove im Club, als staubige Serenade auf dem Dorfplatz oder als Paarungsritus irgendwo im Strassengraben. Ohne den pastosen Strich eines Basses bleibt die rhythmische Grundierung dabei transparent und fragil.
So bleibt Raum für neue Wendungen und die zarte Zeichnung: für pastellene Klanggebilde, denen der Reiz der Vergänglichkeit eingeschrieben ist. Da ist der raue Atem des Akkordeons, ein heiseres Fauchen, das verklungen ist, wenn die Bewegung des Blasebalgs die Richtung wechselt; da ist der freundliche Ton der Altflöte, der noch nie zum Auftrumpfen neigte; der hölzerne Puls der Perkussion, die sich nur zögernd zum Diktat eines festen Grooves herablässt. Und während die drei einerseits die verschiedenen Aggregatzustände der Luft und des Atmens erforschen, dehnen sie mit verwischten Geräuschen, die sich in der Loopschleife zum Taktgeber der Musik wandeln, den Raum und entwickeln ihre eigenen Dialekte einer Musik zwischen Zeiten und Kontinenten.“ Stefan Hentz


JAZZTHING (D) 11/09
„Nach Jahren intensiver Arbeit mit der Jazz Bigband Graz zog es den Saxofonisten Heinrich von Kalnein wieder in ein Trio, um mehr musikalischen Freiraum zu haben. Gleichgesinnte fand er in Schlagzeuger Gregor Hilbe und Nachwuchstalent Christian Bakanic, der sowohl am Akkordeon als auch am Piano eine sehr gute Figur macht. Die meisten Kompositionen auf „Global Dialects“ kommen ausgesprochen leichtfüßig, aber dennoch raffiniert daher, wie beispielsweise „Bailando“ und „Early Morning Tea“. Interessant ist, dass sich das Trio gegen die Verwendung eines Bassinstrumentes entschieden hat. Vielmehr habe man einen leichten, beinahe kammermusikalischen Ensembleklang erzeugen wollen, erklärt Kalnein. Diesem Anspruch fügt sich auch der dezente Einsatz von elektronischen Loops wie in dem tollen Opener „Horizonte“. Der Name Kahiba ist glücklicherweise nicht nur ein Akronym aus den Nachnamen der Bandmitglieder; im Sanskrit bedeutet er so viel wie „we shall speak“, bei den australischen Aborigines „being active“.rb


www.allmyjazz.de 30.10.2009
Gobal Fusion - Wenn drei Musiker unterschiedlichster Generation und Herkunft in der Formation Kahiba aufeinandertreffen und dazu noch mit großem instrumentaltechnischen Können ausgestattet sind, kann man sich auf ein abenteuerliches Hörerlebnis gefasst machen. Der Saxofonist und Flötist Heinrich von Kalnein (Jazz Bigband Graz), der Akkordeonist und Keyboarder Christian Bakanic und der Schweizer Drummer Gregor Hilbe (JBBG, Tangocrash) garantieren mit ihrer virtuosen Mischung aus Jazz, Musica Brasileira, Tango, Zydeco, Elektronik und Folk eine globale Klangfülle, die in allen Kulturen verstanden wird. Obwohl Kahiba im kammermusikalischen Rahmen musizieren, entfalten die mehrheitlich von Heinrich von Kalnein komponierten Stücke eine vollmundig klingende Raffinesse und Rasanz - und das ohne Bass-Verstärkung. Getragen von neuen kompositorischen Lösungsansätzen sind Loop-basierte Stücke wie "Horizonte" oder "Lazy", während sich Songs wie "Bailano" und "Early Morning Tea" durch spielerische Leichtigkeit auszeichnen.

WIENER ZEITUNG, 7.11.2009
Globale Dialekte - KAHIBA, das neue Trioprojekt des Jazz-Saxofonisten Heinrich von Kalnein

„Der 49jährige Heinrich von Kalnein ist eine der interessantesten Figuren der recht rührigen, wenngleich von der Öffentlichkeit kaum in angemessenem Ausmaß gewürdigten österreichischen Jazz-Szene: Seit 2003 leitet der undogmatisch agierende Saxofonist und Flötist zusammen mit dem Trompeter/Komponisten Horst Michael Schaffer die jbbg (jazz bigband graz), deren schönes letztjähriges Electronica-Groove-Album „Electric Poetry & Lo-Fi Cookies“ weit über den Tellerrand seines Metiers hinausschaut und stellenweise sogar an Indie-Pop anstreift.
Musikalische Vielseitigkeit bezeugt schon Kalneins Vergangenheit, die ihn zu Kooperationen mit Akteuren wie dem Vienna Art Orchestra, dem ORF- Radiosinfonieorchester, Gitarrist Nguyen Lè, dem Harfenisten Rüdiger Oppermann, DZihan & Kamien u.v.a führte. Als einem von nicht allzu Vielen ist ihm 2002 mit dem Album „Blackbird“ eine stimmige Beatles-Hommage gelungen. Bemerkenswert ist auch seine Begegnung mit indischer Musik, die er in den 1990er Jahren mit seinem Ensemble Free Winds unternahm.
Möglicherweise ist im Dialog zwischen Stilen und Musiktraditionen unterschiedlicher Provenienz, wie ihn Free Winds suchte, einer der Anknüpfungspunkte seines aktuellen Projekts KAHIBA zu suchen und finden. Auch „Global Dialects“ lebt – der Titel indiziert es ja geradezu programmatisch – stark vom Austausch verschiedenster Idiome. Anders als das mit Tablaspieler Jatinder Thakur halb indisch besetzte Projekt Free Winds ist KAHIBA personell ein „D/A/CH-Verband“: Dem gebürtigen (seit 25 Jahren in Österreich lebenden) Deutschen Kalnein stehen der österreichische Akkordeonist und Pianist Christian Bakanic und der schweizerische Schlagzeuger und Elektroniker Gregor Hilbe zur Seite. Der Band-Name leitet sich also aus den Namen der Mitspieler ab, steht aber auch als Vokabel für den Charakter der Musik, die eben „globale Dialekte“ zur (musikalischen) Sprache zu bringen versucht: Im Sanskrit bedeutet Kahiba „Ich werde sprechen“, in der Sprache der australischen Aborigines heißt es „aktiv sein“.
„Beiden Bedeutungen gemein ist eine bestimmte nach außen gerichtete Haltung, die für mich eine bestimmte Art der Körperspannung, des Tonus impliziert, die wir mit dem Begriff des ,Tuns’ assoziieren,“ erklärt Heinrich von Kalnein, von dem sieben der neun Stücke stammen. Ein Titel, „Dernière Route“, ist als einzige Fremdkomposition eine Verbeugung vor seinem französischen Akkordeonisten Jean-Louis Matinier; seine charakterische melancholische Stimmung vertieft Kalnein in den Eigenkompositionen „Fellini“ und „Cushion“ zu fast meditativen Passagen, aus denen sich drängende Aus- und Aufbrüche formieren. Dieses Spiel mit wechselnder Intensität und Dynamik führt auch „Rejoycing“ vor, für das sich Kalnein vom Pianisten Joachim Kühn inspirieren ließ und wo er ein prägnantes Sax-Leitmotiv mit aufwühlenden Solo-Passagen kontrastiert. Der Opener „Horizonte“, komponiert von Christian Bakanic, baut auf dessen leichthändigem Piano, das öfter den Appeal eines Rhythmusinstrumentes annimmt, während die behutsame Schönheit des Schlußstück „Lazy“ nicht zuletzt von einem perkussiven elektronischen Loop lebt. Als eine der wenigen klar verortbaren stilistischen Determinanten zieht sich durch diese CD latent ein Schuss Tango; ansonsten hat sich diese Musik bereits ziemlich stark von allfälligen Vorbildern empanzipiert. Auch globale Dialekte sind Änderungen und Erneuerungen unterworfen.“ Bruno Jaschke


KLEINE ZEITUNG, GRAZ (A) 23.10.2009
Eindringliches Jazzvokabular – ‚Global Dialects’ von neu formiertem Grazer Trio
„Was sie eint, ist nicht nur die Jazz Bigband Graz: Heinrich von Kalnein (sax, fl), Gregor Hilbe (dr) und Christian Bakanic (acc) finden  auch als neu formiertes Trio KAHIBA ein ideales gemeinsames Vokabular. Der Bandnahme verweist auf die Nachnamen der Musiker, heisst zufällig aber auch in Sanskrit „Ich soll sprechen“, wie Kalnein betont. Naheliegend also der Titel des Debüts: „Global Dialects“ ist kein loses Versprechen des D/CH/A-Dreiers. Zwischen Tango Nuevo, US-Jazz und Hommagen, etwa an Fellini/Nino Rota pendeln die so komplexen wie melodischen Kompositionen, bei denen u.a. Kalnein auch wieder am Tenor zeigt, wie das Saxophon Kraftwerk und Lyrikstation in einem sein kann. Starke Feinkost!“ TSC


DER FALTER, Wien (A) Woche 41/2009 vom 7.10.2009
„Der seit einem Vierteljahrhundert in Österreich lebende und wirkende Saxofonist Heinrich von Kalnein hat sich mit dem Eingeborenen Christian Bakanic (Beefolk) und dem Schweizer Gregor Hilbe zusammengetan, um sich musikalisch vor allem in Südamerika herumzutreiben. Bakanic’ Akkordeon ist für die Tango-Nuevo-Ausflüge essenziell, ein Steinway und ein Fender ­Rhodes stehen ebenfalls zur Verfügung, um sich in melancholisch-süßer Melodieseligkeit und sanften Grooves, nun ja, eher zu wiegen als zu verlieren, denn vom Kontrollverlust ist dieses etwas gar gefällige Album meilenweit entfernt.“ Klaus Nüchtern


Martin Laurentius, Köln (Jazzthing, WDR - Jazzredaktion)
„Der Name der neuen Formation um den in Graz lebenden, gebürtigen Deutschen Heinrich von Kalnein lässt sich schnell erklären. KAHIBA ist ein Akronym und setzt sich aus den ersten beiden Buchstaben der Nachnamen der drei Musiker zusammen: von Kalnein (Flöte, Alt- und Tenorsaxofon), Gregor Hilbe (Schlagzeug und Elektronik), Christian Bakanic (Akkordeon, Piano und E-Piano). Doch der Name ist mehr als nur spaßiges Jonglieren mit Buchstaben. Im Sanskrit zum Beispiel bedeutet das Wort „Kahiba“ „I shall speak“, in der Sprache der australischen Aboriginies wiederum „being active“. Und durch diese verschiedenen Bedeutungen erfährt dann auch der Titel des CD-Debüts dieses deutsch-schweizerisch-österreichischen Trios, „Global Dialects“, eine inhaltliche Erweiterung.

Global Dialects
Sich verständlich machen, aktiv werden, Grenzen und Barrieren überwinden: Durch Sprache verständigen sich Menschen, kommunizieren miteinander, tauschen Informationen aus, reflektieren Gedanken, Gefühle und Emotionen. Dabei ist die Universellste aller Sprachen die Musik: weil sie ins Unterbewusste zielt und die Menschen direkt erreicht – gleichgültig, wo auf der Welt sie produziert oder gehört wird. All das trifft natürlich auch und gerade auf improvisierte Musik zu. Das Trio KAHIBA mit von Kalnein, Hilbe und Bakanic ist ein Glücksfall, in deren Improvisationsmusik sich all die oben beschriebenen Eigenschaften bündeln. Drei verschiedene Musikerpersönlichkeiten treffen hier aufeinander: alle gleichermaßen autark wie erfahren, mit einem eigenen Willen und einem stupenden instrumentaltechnischen Können ausgestattet, um aus dem Stegreif zusammenzuarbeiten und ad hoc ein so flüchtiges Kunstwerk zu errichten, wie es improvisierte Musik nun einmal ist.
Past
Heinrich von Kalnein, 1960 in Baden-Baden geboren und der älteste der Drei, war lange Zeit als Saxofonist ein gefragter Sideman, bevor er 1995 mit „New Directions“ ein spätes Debüt als Leader vorlegte. In den 14 Jahren hat sich der auch als Professor am Jazzinstitut der Kunstuniversität Graz lehrende Saxofonist zu einem umtriebigen Musiker entwickelt, der seitdem mit seinen verschiedenen Konzepten für kammermusikalische Besetzungen bis Jazzorchester, für sein Quintett Songlines ebenso wie für die von ihm mitgeleitete Jazz Bigband Graz auf dem Jazz-Circuit aufhorchen ließ. Acht Jahre jünger als von Kalnein ist der in der Schweiz geborene Gregor Hilbe. In den Elektro-Szenen von Paris und London konnte der Schlagzeuger einschlägige Erfahrungen sammeln, mit denen er sein stets am Klang orientiertes, Groove-betontes Spiel auf dem Drumset und den Percussions um elektronische, digitale Soundsphären erweitert – wie eben auch in Songlines oder in der Jazz Bigband Graz. Der Jüngste in diesem Dreier ist der 1980 in Welten im österreichischen Burgenland geborene Christian Bakanic. Obwohl noch nicht einmal 30 Jahre alt hat er ein Studium als Lehrer für Volksinstrumente ebenso erfolgreich hinter sich gebracht wie eines für klassisches Akkordeon an der Kunstuniversität Graz – und spielt zurzeit in den in Österreich so erfolgreichen „Jazz-Folk-Crossover-Comedy-Volksmusik“-Bands Beefolk und Folksmilch.

Presence
Das musikalische Ergebnis von „Global Dialects“ stellt aber mehr als nur die Summe der Erfahrungen der Musiker von KAHIBA dar. Und ist auch mehr als als nur die Summe der Stilistiken, wie sie auf dieser CD mal mehr, mal weniger deutlich zu Tage treten. Bleibt man an der Oberfläche der Musik, so lässt sich zwar schon dort ein überaus virtuoses und erfrischendes Experimentieren mit Versatzstücken verschiedener Gattungen beobachten: mit lateinamerikanischer Musik, mit Tango Nuevo und Música Popular Brasileira, mit frei improvisierter Musik wie auch mit europäischer "Folklore Imaginaire" – und natürlich mit Jazz US-amerikanischer Prägung.

Doch erst dann, wenn man unter die Oberfläche kommt, wenn man zum Kern der spannenden Improvisationsmusik von KAHIBA vorstößt, begreift man, was in den neun Kompositionen von „Global Dialects“ tatsächlich passiert und warum von Kalnein, Hilbe und Bakanic so tiefgreifend miteinander kommunizieren. Der Duktus der Musik ist stets melodisch, ohne gefällig oder beliebig zu sein. Die Harmonik ist farbenprächtig – und deckt eine breite Palette von Stimmungen und Emotionen ab. Die Rhythmik ist vielschichtig – und bleibt aller Komplexität zum Trotz unterstützend und verständlich. Und mit digital erzeugten Sounds und Grooves erweitert Gregor Hilbe sachte und behutsam dann auch noch das eh schon breite Klangspektrum von KAHIBA. Alle Drei legen Wert auf ein antizipierendes Interplay, die Jazz-typische Abfolge „Thema-Chorus-Chorus-Thema“ findet auf „Global Dialects“ nicht statt.
Die Drei haben sich bei der Produktion der CD im Studio ein Refugium geschaffen, in dem sie vertrauensvoll ihre persönlichen wie musikalischen Wurzeln offenlegen konnten. Dort fanden sie Zeit und Muße, um einen Diskurs über Musik im Allgemeinen auszutragen und sich ebenso über das eigene kulturelle Terroir auszutauschen wie über Produktionsmittel und -methoden. Mit dem Ziel, im Studio einen kreativen Prozess anzustoßen, der nun mit „Global Dialects“ an der Oberfläche Wellen auslöst.

Und noch ein weiterer Grund macht dieses Album bemerkenswert: Heinrich von Kalnein greift nach langen Jahren wieder zum Tenorsaxofon. Und es stellt sich ein überraschener Effekt ein: Von Kalnein, der sein bisheriges „Hauptinstrument“, das Alt, auch mit dem Gestus eines Tenoristen gespielt hat, bläst das Tenor nun mit der Leichtigkeit und Seele eines Altisten. Wie zum Beispiel in 'Prism': Über eine tangoeskes Piano Riff setzt sich eine Entwicklung aus Geben und Nehmen der Protagonisten in Gang, die zum Schluss der Nummer in eine expressive, überaus funky gespielte Coda mündet – mit von Kalnein auf dem Tenorsaxofon wie weiland Julian „Cannonball“ Adderly auf dem Alt. Und nicht zu vergessen: Von Kalneins Wahl des Tenors ist auch ein Rückgriff in die eigene Biografie. Wohl auch deshalb klingt „seine“ Musik auf „Global Dialects“ so persönlich und emotional.“


Mag. Bernhard Bayer, Pomisgasse 30/50, A - 8010 Graz, Tel. +43 650 6680018
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